Kürzlich stand das Thema Gefahrgut im Mittelpunkt eines gemeinsamen Lehrgangsabends der Feuerwehren Flintsbach und Fischbach am Inn. Motiviert durch eine vorangegangene Gefahrgutübung im Inntal organisierte die Feuerwehr Flintsbach über die Kreisausbildung eine speziell zugeschnittene Fortbildung für Führungskräfte und angehende Führungskräfte beider Wehren.
Nach einem telefonischen Vorgespräch, in dem unter anderem die technischen Voraussetzungen abgestimmt wurden, stellten die Landkreisausbilder Dr. Tanja Stimpel-Lindner und Andreas Lindner ein individuelles Schulungskonzept zusammen. Dieses gliederte sich in einen kurzen Theorieteil, bei dem wichtige Grundlagen wie der Führungskreislauf, die Gefahrenmatrix, die „GAMS“-Regel sowie die Befehlsgebung wiederholt wurden, und einen umfangreichen Praxisteil in Form mehrerer Planspiele. Insgesamt 17 Teilnehmende arbeiteten dabei realitätsnahe Einsatzszenarien ab.

Zu Beginn wurde gemeinsam ein Fallbeispiel durchgespielt, bei dem beim Entladen eines Lastwagens die Verpackungen mehrerer Gefahrstoffe beschädigt wurden. Aufbauend auf einer ersten Lageerkundung planten die Teilnehmer die Fahrzeugaufstellung, beurteilten die Gefahren an der Einsatzstelle, priorisierten diese und leiteten geeignete Maßnahmen zur Gefahrenabwehr ab. Dabei mussten sie entscheiden, ob die vorhandenen Kräfte und Mittel ausreichen, entsprechende Befehle formulieren und die Kommunikation innerhalb der Einsatzleitung sowie mit den eingesetzten Einheiten sicherstellen.
Im Anschluss wurden in zwei Gruppen weitere Szenarien bearbeitet, darunter ein Flüssiggasaustritt sowie ein Transportunfall auf der Schiene. Auch hier lag der Fokus auf der sicheren Anwendung des Führungsvorgangs, der richtigen Einschätzung von Gefahrstoffen und deren Kennzeichnung sowie der Festlegung geeigneter Schutzmaßnahmen für Einsatzkräfte und Bevölkerung. Durch die praxisnah gestalteten Planspiele konnten die Teilnehmenden ihr bereits vorhandenes theoretisches Wissen vertiefen und wichtige Abläufe trainieren.





