Ursache hierfür war eine Realbrandausbildung im Brandcontainer der Firma Feuercon. An drei Tagen konnten 116 Atemschutzgeräteträger aus den Feuerwehren im Landkreis Rosenheim eine sehr realitätsnahe Ausbildung zu den Themen „Brandbekämpfung im Innenangriff“ und „Rauchgasdurchzündung“ absolvieren.
In der aus zwei 40-Fuß-Containern bestehenden, holzbefeuerten Anlage erfahren die Atemschutzgeräteträger die Feinheiten, um in den oftmals gefährlichen Situationen wie zum Beispiel bei Zimmerbränden richtig handeln und reagieren zu können. Ebenso wichtig ist es für jeden Einzelnen, gegenüber dem Feuer und der Hitze eine gewisse Stressresistenz aufzubauen. Das hilft in den Einsätzen routinierter mit der einen oder anderen Situation umzugehen.
Am Freitag und Samstag waren für das Thema „Brandbekämpfung im Innenangriff“ die Container einer kleinen Zwei-Zimmerwohnung nachempfunden, um hier das taktisch richtige Vorgehen bei einem Zimmerbrand zu trainieren. So galt es für die Atemschutzgeräteträger, truppweise vermisste Personen aus der Brandwohnung zu retten und die Brandbekämpfung einzuleiten. Und das mit richtiger Hitze, Feuer und Rauch, wie es auch in der Realität vorkommt.


Der Sonntag war der „Rauchgasdurchzündung“ gewidmet: in drei Durchgängen konnten die Teilnehmer einen Brandverlauf von der Entstehung bis hin zur Raumdurchzündung (Flashover) in sicherer Umgebung beobachten. Bei Temperaturen bis zu 800 Grad Celsius an der Decke wurde in den einzelnen Stadien des Brandverlaufs auf die sich verändernden Eigenschaften und die Dynamik der Rauchentwicklung eingegangen und anschaulich demonstriert, wie hochentzündlich die Pyrolysegase im Brandrauch sind. Dabei wurde auch das richtige Verhalten der Atemschutzgeräteträger trainiert, wenn es zu einer Rauchgasdurchzündung kommt.
Nach den Durchgängen im Container galt die Aufmerksamkeit dem richtigen Ablegen der mit Ruß kontaminierten persönlichen Schutzausrüstung, um eine Verschleppung der krebserregenden Stoffe aus dem Brandrauch zu vermeiden. Im Anschluss wurde nach einer kurzen Erfrischungspause der „Einsatz“ mit dem Ausbilder und dem jeweiligen Trupp ausführlich nachbesprochen. Hierbei gab es kein „falsch gemacht“, sondern es wurden die verschiedenen Möglichkeiten des Vorgehens besprochen und situationsbedingt abgewogen. Kreisbrandmeister Christoph Meierdierks zeigte sich erfreut, dass die Teilnehmer, sowohl junge als auch aus erfahrene Atemschutzträger, von vielen neuen Erfahrungen und positiven Eindrücken vom Training berichteten. Auch die Nachbesprechung mit den Ausbildern von Feuercon habe immer kameradschaftlich und auf Augenhöhe stattgefunden. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für die Bereitschaft, am Wochenende und in ihrer Freizeit an der Ausbildung teilzunehmen.







