Dritter Lehrgang für den Einsatz im Chemikalienschutzanzug

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Der dritte Grundlehrgang dieses Jahres für Träger*innen von Chemikalienschutzanzügen (CSA) konnte jetzt bei der Feuerwehr Feldkirchen-Westerham angeboten werden.

Am Lehrgang nahmen eine Feuerwehrfrau und drei Feuerwehrmänner der Feuerwehren Feldkirchen-Westerham, Heufeld und Wasserburg am Inn teil. Lehrgangsleiter Philipp Schartner (Feldkirchen-Westerham) konnte sich dabei über die Unterstützung des Chemieschutz-Ausbilders Florian Wolf (Vogtareuth) freuen. Ein großer Dank gilt nochmals allen Helfer*innen, die bei der Ausbildung mitgewirkt, die Einsatzübungen auf- und abgebaut, bei diesen mitgespielt, für die Verpflegung gesorgt sowie anderweitig unterstützt haben.

Im Rahmen des Theorieabends wurde Grundwissen über den Ablauf eines Gefahrguteinsatzes und die verschiedenen Arten von Schutzanzügen für solche Lagen besprochen. Auch geeignete Rettungsgeräte für Notfallsituationen und das Beschreiben von Gefahrgutkennzeichen waren darin enthalten. Am darauffolgenden Tag gewöhnten sich die Teilnehmer*innen mit verschiedenen praktischen Übungen an das Arbeiten im CSA. Nach kleineren Handhabungseinheiten, bei denen sie beispielsweise im Schutzanzug funkten und die Verständigung testeten, prüften die Ausbildenden die körperliche Belastbarkeit der Träger*innen, was auch einen Rundlauf über den Spielplatz der Mittelschule Feldkirchen beinhaltete.

Anschließend wurde gemeinsam der Dekontaminationsplatz Stufe II eingerichtet und der Ablauf sowie dessen Betrieb durchgesprochen. Nachmittags arbeiteten die Träger*innen zwei Einsatzlagen zweimal ab. So konnten alle Teilnehmenden sämtliche Positionen in der Übung einnehmen und das Ausrüsten in der sogenannten „Form 3“ innerhalb von fünf Minuten erreicht werden. Die erste Lage stellte einen Lagerunfall dar. Dabei wurde ein Säurefass umgekippt und eine Person kontaminiert. Zusätzliche Mischgüter mussten erkundet und per PH-Messstreifen der Inhalt des Fasses verifiziert werden.

In der zweiten Einsatzübung wurde eine Leckage beim Umfüllen von Gefahrgut aus einem Mehrkammer-Tankwagen in ein Rohrsystem simuliert. Ein Zwischenfall führte dazu, dass ein CSA-Träger des ersten Trupps in eine Notsituation geriet. Anschließend wurde dieser einer Sofort-Dekontamination unterzogen, entkleidet und dem Rettungsdienst übergeben. Als Tankwagen konnte wieder das Wechselladerfahrzeug Feldkirchen-Westerham 36/1 mit dem neu in Dienst gestellten Abrollbehälter Wasser (12.000 Liter) genutzt werden.

Bei beiden Lagen wurden die Teilnehmer*innen, die im Gefahrenbereich eingesetzt waren, einer Grob-Dekontamination auf dem hierfür eigens errichteten Dekontaminationsplatz unterzogen.

Nach erfolgreicher Beendigung der vier Einsatzszenarien konnten alle Teilnehmenden ihre Zeugnisse sowie die neue Helmkennzeichnung (weißes C, das auf den blauen Punkt, der Atemschutzgeräteträger*innen kennzeichnet, geklebt wird) durch Kreisbrandmeister Christian Hof in Empfang nehmen.