Im Dezember 2025 führten die Feuerwehren aus Brannenburg, Degerndorf und Großbrannenberg zusammen mit Kreisbrandmeister Joachim Buchmann, Kreisbrandmeister Bahn/Gefahrgut Christian Hof und der Bergwacht Brannenburg eine gemeinsame Großübung bei der Wendelsteinbahn durch.
Das im Rahmen der Revision durchgeführte Szenario war ein ausgefallener, mit 20 unverletzten Fahrgästen besetzter, Doppeltriebwagen auf Höhe Gembachau. Die größte Herausforderung bestand in der erforderlichen Logistik: Da die Einsatzstelle am Berg lag, war der Transport des Materials aufwendig. Um 9.28 Uhr startete der Rettungszug mit Einsatzkräften, während im Tal die Funkführung und Koordination aller Einheiten sichergestellt wurde.
Vor Ort angekommen, wurden die Fahrgäste durch Sicherungseinrichtungen mit Absturzsicherung evakuiert. Besonderes Augenmerk galt dem liegenden Transport der körperlich eingeschränkten Personen, darunter auch ein Rollstuhlfahrer und Kinder. Obwohl die Übung nicht im hochalpinen Gelände stattfand, bot sie allen Beteiligten eine wertvolle Gelegenheit, ihre Abläufe und Zusammenarbeit im Notfall zu trainieren und mit den örtlichen Verhältnissen vertraut zu bleiben.

Die Wendelstein-Zahnradbahn – Deutschlands älteste Hochgebirgsbahn (Eröffnung im Jahr 1912)
Technische Daten:
- Talbahnhof Brannenburg/Inntal: 508 m über NN
- Kapazität Doppeltriebwagen (DTW): 130 Sitz- und 70 Stehplätze, d.h. 200 Pers./Fahrt, 400 Pers./Stunde
- Fahrzeit: bergwärts 25 Minuten / talwärts 30 Minuten
- Streckenlänge: 7,6 km
- Reibungsstrecke: 1,51 km
- Zahnstangenstrecke: 6,15 km (System Strub)
- Spurweite: 1.000 mm
- Bedarfshaltestellen: Aipl (980 m) und Mitteralm (1.200 m über NN)
- Bergbahnhof: 1.723 m über NN
- Höhenunterschied: 1.217 m





