Philipp Schartner nach einem Jahrzehnt als Ausbilder verabschiedet

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Nach zehnjähriger Tätigkeit als Spezialausbilder und Lehrgangsleiter im Landkreis Rosenheim wurde Philipp Schartner jetzt von seinen Kollegen im Rahmen einer kleinen Feier verabschiedet.

Ein Rückblick: Im Jahr 2000 fand an der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg erstmals ein Pilotlehrgang „CSA“ statt. Vier Jahre später konnte dann der erste CSA-Lehrgang (Form III) bei der Feuerwehr Attel-Reitmehring ausgearbeitet werden. Und einmalig zur damaligen Zeit erfolgte schließlich unter dem damaligen Fachbereichsleiter Christian Hof, heute Kreisbrandmeister für Gefahrgut/Schienenverkehr im Landkreis Rosenheim, die Durchführung für damals 17 CSA-Feuerwehren im Landkreis.

Bis etwa 2010 leitete Hof alleine diesen Fachbereich und in den darauffolgenden Jahren halfen ihm einige Kollegen aus dem Bereich Atemschutz. Das Interesse und die Ausbildungsprofile wurden immer mehr und deshalb wurde 2015 ein Fachbereich „Sonderschutzkleidung“ vom Atemschutzbereich getrennt und dem Fachbereich „Gefahrgut“ zugeordnet. In der Folge konnten pro Inspektionsbereich neue CSA-Ausbilder berufen werden. 2016 kam auf diese Weise Philipp Schartner von der Feuerwehr Feldkirchen-Westerham in das Spezialteam. Als Christian Hof 2016 zum Kreisbrandmeister berufen wurde, übernahm Philipp Schartner als neuer Fachbereichsleiter die „Sonderschutzkleidungen“.

Zwei Jahre später fand bei den Ausbildern ein Generationenwechsel statt und es kamen drei neue Ausbilder hinzu. Zu diesem Zeitpunkt wurde die gesamte Ausbildung von Philipp Schartner neu überarbeitet. Pro Jahr wurden für die 16 CSA-Feuerwehren vier CSA-Lehrgänge angeboten. Bis heute wird der Lerninhalt entsprechend den aktuellen Vorgaben und Anregungen aus den Landkreisfeuerwehren angepasst. Schartner entwickelte neue, der aktuellen Zeit entsprechende, Lehrgangsunterlagen sowie einige Checklisten und Erkundungslisten. 2024 entwickelte er die Möglichkeit, über einen QR-Code die Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Die Corona-Jahre (2019 bis 2023) waren hinsichtlich der Hygienevorgaben eine besondere Herausforderung. 21 beziehungsweise elf Monate lang wurde die Spezialausbildung ausgesetzt. In dieser Zeit gab es einige Ab- und Neuzugänge bei den CSA-Ausbildern. Deren fachliche Einarbeitung übernahm Philipp Schartner ebenfalls. Seit 2021 konnte auch die Sonderausbildung „Sonderschutzkleidung Form II“ eingeführt werden. Besonders 2024/2025 war hier der Bedarf im Landkreis sehr groß.

In 22 Jahren wurden somit knapp 500 CSA-Träger aktuell ausgebildet und aktiv sind davon im Moment rund 200 im Einsatzdienst tätig.

Ab 2022 begann schließlich die Umsetzung des Wechsellader-Konzepts des Landkreises Rosenheim mit den verschiedenen Abrollbehältern. Für den Bereich Umweltschutz sind vier verschiedene Abrollbehälter geplant – darunter der Abrollbehälter „Umweltschutz-CBRN“. Dabei war Philipp Schartner über gut eineinhalb Jahre mit seinen CSA-Ausbildern inklusive der Fachberater Chemie und Bio im Bereich „Sonderschutzkleidungen und PSA“ tätig und legte eine zukunftsorientierte Richtung fest.

Im September 2026 überraschten nun die gesamten CSA-Ausbilder (Aktive und aktive Reserveausbilder sowie ehemalige Ausbilder) mit Kreisbrandmeister Christian Hof ihren Ausbilderkollegen Philipp Schartner. Unter dem Vorwand „Ausbilderbesprechung inklusive einer besonderen Fortbildungsveranstaltung mit einer Fremdreferentin“ (seine Lebensgefährtin) lockten sie ihren Kameraden in das Feuerwehrhaus nach Bernau am Chiemsee. Dort fand die offizielle Verabschiedung des langjährigen Lehrgangsleiters „CSA und Form II“ statt.

Es ist längst nicht selbstverständlich, über ein Jahrzehnt ehrenamtlich tätig zu sein. Philipp Schartner war ein Kollege mit Herzblut für „seine“ CSA-Feuerwehren. Der enorme Zeitaufwand und die Liebe zum Detail sowie die praktischen Erfahrungen und das Vermitteln dieses einmaligen Fachwissens zeichneten ihn aus. Als kleines Dankeschön überreichten seine Kollegen ihm deshalb gerne ein persönliches Geschenk sowie eine kleine Brotzeit in einer feierlichen Abendveranstaltung und wünschten ihm für seinen zukünftigen Lebensweg alles Gute.