All posts by Christian Hof

20Feb/18

Pilotlehrgang: Grundlagen Messen bei CO-Einsatzlagen

Gefahrgut-Ausströmungen, verschiedene Arten von Brandrauch und die Gefahren für Menschen, Tiere, Umwelt und Sachwerte festzustellen und richtig zu beurteilen ist eine schwierige Aufgabe für die Feuerwehren. Der Landkreis Rosenheim hat deshalb unter dem Fachbereich Gefahrgut elf Fachuntergruppen aufgestellt, wozu auch der Fachbereich „Messen“ gehört.

Für jeden Fachbereich stehen eigene Spezialisten zur Verfügung. Das Thema Messen betreuen Florian Prassberger (Gefahrgut-Einheit Prien-Bernau sowie bei ATF München) und Markus Heimbuchner (FF Kolbermoor). Auf den Einsatzdienst bezogen wurden zwei Alarmschleifen „Messen“ aufgebaut. Die Alarmschleife „Messen Feuerwehr Kolbermoor“ ist eine Gruppe mit ca. fünf bis zehn erfahrenen Feuerwehrkollegen, die sich auf die Messgeräte z.B. CO-Messung, PID, etc. eingestellt haben.

Die zweite Alarmschleife „Messen Feuerwehr Bernau“ besteht ebenfalls aus rund fünf bis zehn erfahrenen Feuerwehrkollegen, die sich mit den verschiedenen Messgeräten des Messkoffers „Bayern“, z.B. Vielfachmessgerät, CMS-Messgerät, Strahlenschutzmessgerät, etc. beschäftigen.

Die beiden unterschiedlichen Messeinheiten können zusätzlich von jedem Einsatzleiter über die Integrierte Leitstelle Rosenheim nachalarmiert werden. Diese rücken in der Regel mit einem Kleinfahrzeug mit zwei Einsatzkräften an.

Markus Heimbuchner hat beim Pilotlehrgang besonders das Thema „CO-Messungen und Untere sowie Obere Explosionsgrenzen“ als wichtige Grundlage für jede Feuerwehr mit Messtechnik angesehen. Bei diesen Basis-Messungen sind viele einfache praktische Vorgehensweisen zu beachten. Oft sind es „nur“ Alltagseinsätze, die gelegentlich Rätsel aufweisen. Etwa: Warum haben mehrere Personen Kopfschmerzen, obwohl sie nicht in der Brandwohnung waren beziehungsweise „nur“ daneben oder darüber wohnen? Oder: Unbekannter Geruch im Gebäude? Sind noch giftige Gase in der Brandwohnung?

Heimbuchner konnte bei seinem Vortrag viele praktische Erfahrungen aus seinem Berufs- und Feuerwehrleben erzählen und mit praktischen Beispielen an seinem Übungsmodell „Messen“ vorführen. Die Teilnehmer arbeiteten mit ihren eigenen mitgebrachten Messgeräten eigenständig mit und konnten so Erfahrungen gewinnen.

Nicht nur die Vorhaltung von Messgeräten ist wichtig, sondern deren ständige vorgeschriebene Wartung fristgerecht durchzuführen und zu dokumentieren. Dies erfordert je nach Hersteller viel Zeit und es entstehen auch enorme Kosten.

Feuerwehren mit Spezialmessgeräten sind in der ILS- Rosenheim im Einsatzleitprogramm hinterlegt und werden je nach Einsatzmittelketten automatisch für die Grundmessungen alarmiert. Die Spezialmessgeräte sind nur vereinzelt bei bestimmten Ortsfeuerwehren vorgehalten und werden auch im Bedarfsfall außerhalb des Einzugsgebietes der Ortsfeuerwehr mit alarmiert. Sind umfangreichere Messungen nötig, können zusätzlich die Messeinheiten „Kolbermoor“ oder „Bernau“ angefordert werden.

Wegen der großen Nachfrage werden 2018 noch weitere drei Lehrgänge „Grundlagen Messen“ angeboten. Diese werden im Lehrgangsportal hinterlegt.

Auf Wunsch der Feuerwehren wird Markus Heimbuchner in Zukunft jedes Jahr eine Sonderschulung „Messen“ mit verschiedenen Themenbereichen anbieten. Bei speziellen weiteren Anfragen und Wünschen wird gebeten, den Bedarf an Kreisbrandmeister Gefahrgut/Schienenverkehr, Christian Hof, zu senden.

 

12Feb/18

Übergabe der Spezialordner “Schienenverkehr” an die Bahneinheiten

Von den Ausbildern „Schienenverkehr“ wurden in den vergangenen 18 Jahren zwei DVDs „Hilfeleistung Deutsche Bahn AG und Privatbahnen im Landkreis Rosenheim“ an die Landkreis-Feuerwehren herausgeben. Ebenso wurde an verschiedenen DVD-Präsentationen anderer Verbände wie beispielsweise des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberbayern mitgearbeitet.

Die letzte DVD wurde 2008 ausgearbeitet und an die BOS-Einheiten sowie an die Führungskräfte übergeben. In der Zwischenzeit wurden verschiedene neue Einsatzprogramme eingeführt und die Daten eingebunden (z.B. Fireboard). Diese wertvollen Daten sind ebenfalls bei der ILS Rosenheim eingearbeitet und zusätzlich in der internen Rückfallebene hinterlegt. Continue reading

29Jan/18

Grundlehrgang “Schienenverkehr im Landkreis Rosenheim”

Der Landkreis Rosenheim ist nicht nur beim Straßenverkehr, sondern besonders beim Schienenverkehr ein besonderes Drehkreuz in Bayern beziehungsweise in der Bundesrepublik Deutschland. Die Bedeutung ist jedermann bewusst und das Thema „Brenner-Basistunnel-Zulaufstrecke“ wird dies in den nächsten Jahren noch besonders hervorheben. Eine weitere Besonderheit ist der DB-Bahnverkehr und deren ca. 400 Unter- bzw. Privatgesellschaften und die vielen Privatbahn-Betreiber und Firmen- Gleisanschlüsse im Einsatzgebiet.

Bei einem Grundlehrgang „Hilfeleistung Deutsche Bahn AG und Privatbahnen im Landkreis Rosenheim“ konnten im Feuerwehrgerätehaus Bad Endorf von den Landkreisausbildern „Schienenverkehr“ (Notfallmanager Alois Kölnberger, Wolfgang Fischer, Betriebsleiter Stefan Sachmann, KBM Gefahrgut Schienenverkehr Christian Hof) die Grundlagen und die vielen Besonderheiten aufgezeigt werden.

Im Landkreis Rosenheim gibt es in jedem KBI-Bereich eine Feuerwehr („Bahnfeuerwehr“), die sich mehr mit dem Thema Schienenverkehr beschäftigt. Diese wurden mit besonderen Geräten ausgestattet, z.B. Bahnrettungsplattformen, Euro-Paletten, DB-Aufzugschlüssel, Zu- und Wegekarten, Informationsordner, Bahnerdung usw. Die jeweilige Bahneinheit kommt bei einem Einsatz mit zwei Einsatzfahrzeugen (Rüstwagen, LKW-Versorger mit Bahnrettungsplattformen) zur Unterstützung der Ortsfeuerwehr.

Zwei Feuerwehren (FF Kolbermoor, FF Bad Endorf) übernehmen zusätzlich das Thema „Bahnerdung“. Dafür müssen sie ständig verschiedene Schulungen durch laufen.

Alle zwei Jahre muss das Thema „Bahnerdung“ von der DB AG geschult und die praktische Prüfung abgenommen werden. Jedes Jahr bietet das Notfallmanagement bzw. NFM Kölnberger zusätzlich zwei praktische Abende im Bahnhof Rosenheim zum Bahnerden unter „Aufsicht vom Notfallmanager“ an. Zudem haben sich die beiden Feuerwehren an ihren Gerätehäusern als kleine Übungsmöglichkeit, gesponsert von der DB AG, eine „Oberleitung“ installiert, um das Ein- und Aushängen zu trainieren.

Beim Grundlehrgang konnten die Teilnehmer diese Geräte, Fahrzeuge sowie Übungsanlage “Oberleitung” vor Ort besichtigen. Damit das theoretische Grundwissen mehr in die Praxis beziehungsweise in die Routine übergeht, wurde ein kleines Planspiel „Bahnunfall“ angeboten. Hierfür stehen derzeit vier eigens gebaute Übungsmodelle zur Verfügung, damit auf die jeweiligen Besonderheiten des Landkreises Rosenheim besser eingegangen werden kann. Bei diesem Lehrgang war z.B. die Planspielplatte „Lärmschutzwände-Bahnstörungen” in diesen möglichen Einsatz-Abschnitten sehr gefragt.

Bei dem Dialog-Vortrag konnten die Teilnehmer Fragen stellen und nach dem Vortrag bei den Gesprächsrunden vertiefen. Es zeigte sich bei diesen einzelnen Gesprächen, dass viele Wünsche nach verschiedenen Ausbildungen und Besichtigungen bestehen. Leider wussten einige Teilnehmer nicht, welches Lehrgangs- und Besichtigungsangebot etc. jährlich vom Ausbilderteam „Schienenverkehr“ angeboten werden.

Deshalb wird hiermit noch einmal auf das Lehrgangsportal des Kreisfeuerwehrverbandes Rosenheim hingewiesen.

Die nächsten einmaligen Termine 2018 sind z.B. Besichtigung der BOB-Bahn mit der Einweisung auf die Besonderheiten und Eindringmöglichkeiten der Triebzüge “Talent und Integral“ im April (21.04.2018) in Lenggries sowie im September (an drei Tagen je zwei Schulungstermine am Nachmittag oder Abend, 18. bis 20.09.2018) am einzigartigen Kessel-Übungszug (3 Wagen) der DB AG.

Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung im Lehrgangsportal.

Neben den oben genannten Hauptausbildern „Schienenverkehr“ stehen viele weitere Fachleute der verschiedenen Verkehrsunternehmen zu Verfügung. Es sind dies die Südostbayernbahn, Meridian, BOB, usw. Ebenso Privatbahnbetreiber, z.B. Wendelsteinbahn, LEO-Bahn, Chiemseebahn sowie Firmen mit Gleisanschlüssen, z.B. Heinzel-Paper, Dettendorfer, usw.

Zu allen Fachpersonen besteht ein positiver persönlicher Kontakt. Jeder kennt jeden und wir fühlen uns als eine „kleine Familie“. Für Fragen, Wünsche und Anregungen stehen die Ausbilder „Schienenverkehr“ jederzeit zur Verfügung und bitten diese an KBM Gefahrgut/Schienenverkehr Christian Hof zu senden.